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Fragen und Antworten zur Corona-Auszeit für Familien

Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für Familien

Was wird mit der "Corona-Auszeit für Familien" gefördert?

Die Maßnahme ermöglicht berechtigten Familien, einen vergünstigten Familienurlaub in einer gemeinnützigen Familienferienstätte oder einer weiteren für Familienerholung geeigneten gemeinnützigen Erholungseinrichtung in Deutschland zu buchen. Der Aufenthalt kann bis zu einer Woche (bis zu sieben Übernachtungen) dauern.

Die Familien selbst müssen nur etwa zehn Prozent der Übernachtungs- und Verpflegungskosten an die Familienerholungseinrichtung zahlen. Die übrigen rund 90 Prozent übernimmt der Bund.

Der Aufenthalt in der Familienerholungseinrichtung umfasst auch die Möglichkeit, an (freizeit-)pädagogischen Angeboten für die ganze Familie teilzunehmen. 

Welche Familien können die vergünstigte Familienferienzeit in Anspruch nehmen?

Es gibt zwei Grundvoraussetzungen: 

  • Die Familie hat ihren Hauptwohnsitz in Deutschland.
  • Die Eltern oder Elternteile haben für ihr Kind oder für ihre Kinder einen Anspruch auf Kindergeld.

Außerdem müssen die Familien eines der drei folgenden Kriterien erfüllen:

  1. Die Eltern oder Elternteile haben nur ein bestimmtes Einkommen oder beziehen Sozialleistungen. Die Familie muss mit mindestens einem minderjährigen Kind anreisen.
  2. Bei einem mitreisenden Kind liegt ein Grad der Behinderung von mindestens 50 vor. Das Kind muss nicht minderjährig sein. Das Einkommen spielt keine Rolle.
  3. Bei einem Elternteil liegt ein Grad der Behinderung von mindestens 50 vor. Die Familie muss mit mindestens einem minderjährigen Kind anreisen. Das Einkommen spielt keine Rolle.

Wer wissen will, ob die eigene Familie die Voraussetzungen für eine geförderte Familienferienzeit erfüllt, kann dafür den Rechner der Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung nutzen.

Hinweis: Der Rechner fragt nicht alle Angaben ab, die notwendig sind, um die Berechtigung zu prüfen. Er dient daher nur als erste Orientierung. Für den vergünstigten Familienurlaub spielen das Alter (75. Lebensjahr) und die Erholungsbedürftigkeit keine Rolle (bitte hier "Nein" anklicken).

Das Bundesfamilienministerium entwickelt derzeit einen genau zugeschnittenen Online-Check, der Familien bei der Ermittlung der Berechtigung für eine Förderung unterstützt. Dieser wird in Kürze zur Verfügung stehen.

Wie lange können die vergünstigten Aufenthalte dauern? 

Der Aufenthalt im Rahmen der Maßnahme kann bis zu sieben zusammenhängende Übernachtungen dauern. Für diesen Zeitraum kann auch die Verpflegung in Anspruch genommen werden, wenn diese in der Unterkunft angeboten wird. Eine Mindestdauer für den Aufenthalt gibt es nicht. 

In welchem Zeitraum können die vergünstigten Aufenthalte stattfinden?

Innerhalb des Zeitraums vom 1. Oktober 2021 bis 31. Dezember 2022 können Familien frei wählen, wann sie den Familienurlaub wahrnehmen möchten. Ob der Familienurlaub im gewünschten Zeitraum möglich ist, hängt davon ab, ob in der gewünschten Unterkunft Plätze frei sind.

Sollte in einer Unterkunft eine Buchung zum Wunschtermin nicht möglich sein, können ein anderer Termin oder eine andere Unterkunft angefragt werden. Zudem kann der Verband der Kolpinghäuser e.V. als zentraler Ansprechpartner kontaktiert werden unter der Telefonnummer 0800 866 11 59 oder per E-Mail.

Wie oft können Familien die "Corona-Auszeit für Familien" in Anspruch nehmen?

Familien können die Vergünstigung insgesamt zweimal in Anspruch nehmen: Einmal im Jahr 2021 und einmal im Jahr 2022. Eine zweite Inanspruchnahme innerhalb eines Kalenderjahrs ist nicht möglich. Auch dann nicht, wenn ein Aufenthalt kürzer als eine Woche war.

Beispiel: Eine Familie bucht einen Aufenthalt für vier Tage im Jahr 2021. Im selben Jahr kann kein vergünstigter Aufenthalt für weitere drei Tage in Anspruch genommen werden. Dieser ist erst 2022 wieder möglich.

Bei der verbindlichen Reservierung oder Buchung geben die Familien den Familienerholungseinrichtungen gegenüber eine Selbstauskunft ab, dass sie die Vergünstigung nur einmal pro Kalenderjahr in Anspruch nehmen.

Die Familienerholungseinrichtungen erfassen den vollständigen Namen der anreisenden Eltern oder Elternteile sowie die Postleitzahl ihres Hauptwohnsitzes, um diese Angaben gegebenenfalls stichprobenartig zu prüfen. Die Daten werden dem Verband der Kolpinghäuser e.V. als zentralverantwortlicher Stelle für die Umsetzung der "Corona-Auszeit für Familien" und der Bewilligungsbehörde, dem Bundesverwaltungsamt, zur Verfügung gestellt. Die erforderlichen datenschutzrechtlichen Einwilligungen der Familien sind durch die Familienerholungseinrichtungen einzuholen. 

Können auch Alleinerziehende, Stiefeltern, Pflegeeltern, Patchworkfamilien und weitere Familienformen die geförderten Familienferienzeiten in Anspruch nehmen?

Ja, alle Familienformen, die die Voraussetzungen erfüllen, können eine vergünstigte Familienferienzeit in Anspruch nehmen. Also auch Alleinerziehende, Stiefeltern und weitere Familien mit ihren Kindern, für die ein Kindergeldanspruch besteht.

Müssen immer beide Elternteile anreisen?

Nein, es reicht aus, wenn nur ein Elternteil mit mindestens einem minderjährigen Kind oder mit einem Kind mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 (hier gilt keine Altersbeschränkung) anreist. Für die Kinder muss in jedem Fall ein Anspruch auf Kindergeld bestehen. Der Kindergeldbezug muss durch entsprechende Unterlagen belegt werden. 

Müssen Familien die Verpflegung der Unterkunft in Anspruch nehmen?

Nein. Eine Auszahlung von Mitteln für eventuell nicht in Anspruch genommene Verpflegung an die Familien ist aber nicht möglich.

Was müssen die Familien selbst finanzieren?

Familien müssen einen Eigenanteil von zehn Prozent für die Übernachtungs- und Verpflegungskosten bezahlen. Auch die weiteren Kosten ihrer Reise übernehmen Familien selbst. Dazu zählen zum Beispiel: 

  • Fahrtkosten für An- und Abreise, 
  • Kurtaxe, 
  • gesonderte Getränkekosten (wenn nicht bereits in der Verpflegung enthalten), 
  • gesonderte Kosten für Bettwäsche und Handtücher (wenn nicht in den regulären Unterkunftskosten enthalten), 
  • zusätzliche Ausgaben für Freizeitprogramm und Wellnessbereich (wenn nicht in den regulären Unterkunftskosten enthalten), 
  • Sonderausstattung. 

Können Familien die vergünstigte Familienferienzeit auch in Anspruch nehmen, wenn sie ihren Aufenthalt bereits vor längerer Zeit gebucht haben?

Eine Buchung oder verbindliche Reservierung für die geförderte Familienferienzeit ist seit dem 23. September möglich. Für Familienurlaube, die vorher gebucht wurden, kann die Vergünstigung nicht in Anspruch genommen werden.

Der Aufenthalt um Rahmen der Maßnahme "Corona-Auszeit für Familien" muss zwischen dem 1. Oktober 2021 und 31. Dezember 2022 liegen.

Können Familien gleichzeitig mit der "Corona-Auszeit für Familien" andere Förderungen in Anspruch nehmen?

Nein. Wenn etwa die Länder für denselben Aufenthaltszeitraum dieselben zuwendungsfähigen Ausgaben - also die Kosten für Unterkunft und Verpflegung - fördern, ist eine Vergünstigung im Rahmen der Maßnahme "Corona-Auszeit für Familien" ausgeschlossen. 

Aber: Finanziert der Bund im Rahmen der Maßnahme "Corona-Auszeit für Familien" einen Aufenthalt in einer Unterkunft, kann in der gleichen Unterkunft eine weitere Erholungswoche angehängt werden, die vom Land oder einer anderen Stelle gefördert wird. Dabei müssen zwei gesonderte Rechnungen ausgestellt werden.

Mittel aus Leistungsgesetzen des Bundes, zum Beispiel Eingliederungshilfen nach dem Neunten Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX, Teil 2), sind für die Finanzierung des bezuschussten Aufenthaltes einzusetzen. In diesen Fällen können anteilig für die Familie nur die ungedeckten Ausgaben für Unterkunft und Verpflegung der Eltern und Geschwisterkinder gefördert werden.

Können alle Mitreisenden die Vergünstigung in Anspruch nehmen?

Nur Familienmitglieder, die die Voraussetzungen erfüllen, können die vergünstigte Familienferienzeit in Anspruch nehmen. Weitere Mitreisende wie Freunde oder Verwandte zahlen den regulären Preis vor Ort. Es müssen zwei gesonderte Rechnungen ausgestellt werden.

Ist es möglich, die Vergünstigung für einen gemeinsamen Aufenthalt von Großeltern, Eltern und Kindern zu erhalten?

Die Großeltern können natürlich mitreisen, sie können aber keinen vergünstigten Aufenthalt im Rahmen der Maßnahme "Corona-Auszeit für Familien" in Anspruch nehmen.

Unabhängig von der Maßnahme "Corona-Auszeit für Familien" können Großeltern in den Familienerholungseinrichtungen gegebenenfalls eine Ermäßigung erhalten, zum Beispiel wenn sie über 75 Jahre alt sind. Einzelheiten sind direkt mit den Häusern zu klären.

Muss eine Familie Mitglied im Deutschen Jugendherbergswerk sein, um einen Aufenthalt in einer teilnehmenden Jugendherberge in Anspruch zu nehmen?

Grundsätzlich ja. Das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) wird berechtigten Familien, die noch keine DJH-Mitglieder sind, daher im Zuge des geförderten Aufenthaltes eine kostenlose "Schnuppermitgliedschaft" ausstellen. Sie endet automatisch am 31. Dezember 2022.

Das DJH wird die betreffenden Familien Ende 2022 über die Möglichkeiten einer regulären Mitgliedschaft informieren, ohne dass damit automatisch eine Verpflichtung für eine kostenpflichtige Mitgliedschaft entsteht.

In welchem Jahr zählt die vergünstigte Familienferienzeit, wenn Familien über Silvester wegfahren?

Bei einem Reiseantritt bis 31. Dezember 2021 wird die Familienferienzeit dem Kalenderjahr 2021 angerechnet, auch wenn der Aufenthalt über den Jahreswechsel hinausgeht. Damit besteht die Möglichkeit, in 2022 erneut eine vergünstigte Familienferienzeit von bis zu sieben zusammenhängenden Übernachtungen in einer der teilnehmenden Unterkünfte wahrzunehmen. Anders ist es bei Reisen zum Jahreswechsel 2022/23. Hier können nur die Tage bis 31. Dezember 2022 gefördert werden.

Haben Familien einen Anspruch auf die vergünstigte Familienferienzeit?

Nein, es gibt keinen Rechtsanspruch. In 2021 und 2022 stehen begrenzte Fördermittel zur Verfügung. Die Familienerholungseinrichtungen entscheiden im Zuge der ihnen zur Verfügung gestellten Fördermittel und freier Plätze über die vergünstigten Aufenthalte.

Sollte in einer Unterkunft eine Buchung nicht möglich sein, kann eine andere Unterkunft, die ebenfalls vergünstigte Familienferienzeiten anbietet, angefragt werden. Zudem kann der Verband der Kolpinghäuser e.V. als zentraler Ansprechpartner kontaktiert werden: Telefonnummer 0800 866 11 59 oder per E-Mail.

Buchung, Berechtigung und notwendige Nachweise

Wo buchen die Familien ihren Aufenthalt?

Familien müssen zuerst Kontakt zu einer Familienerholungseinrichtung aufnehmen, in der im Rahmen der Maßnahme "Corona-Auszeit für Familien" vergünstigte Familienurlaube möglich sind. Eine mögliche Buchung erfolgt dann direkt in der Unterkunft, wenn dort freie Plätze vorhanden sind und die Berechtigung der Familien festgestellt wurde.

Eine Übersicht über die Unterkünfte, in denen ein vergünstigter Familienurlaub möglich ist, finden Sie hier

Wem und wann müssen Familien ihre Berechtigung nachweisen?

Die Prüfung der Berechtigung der Familien erfolgt durch die Familienerholungseinrichtung (beziehungsweise den Träger der Erholungseinrichtung), in der die Familie ihren Familienurlaub verbringen möchte. Dafür erhalten die Familien von den Familienerholungseinrichtungen ein Corona-Auszeit-Formular. Dieses Formular müssen die Familien ausfüllen, unterschreiben und gemeinsam mit den erforderlichen Nachweisen (in Kopie) an die Unterkunft schicken. Ihre Berechtigung müssen sie zum Zeitpunkt der verbindlichen Reservierung oder Buchung anzeigen und nachweisen. Bei weiteren Fragen zum Buchungsvorgang müssen sich Familien direkt an die Unterkunft wenden.

Das auszufüllende Formular erhalten Sie von der Familienerholungseinrichtung. Sie finden es zudem hier

Ob Familien aufgrund ihrer individuellen Situation die Voraussetzungen für eine vergünstigte Familienferienzeit erfüllen, können sie über den Rechner der Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung ermitteln.

Hinweis: Der Rechner fragt nicht alle Angaben ab, die notwendig sind, um die Berechtigung zu prüfen. Er dient daher nur als erste Orientierung. Für den vergünstigten Familienurlaub spielen das Alter (75. Lebensjahr) und die Erholungsbedürftigkeit keine Rolle (bitte hier "Nein" anklicken).

Das Bundesfamilienministerium entwickelt derzeit einen genau zugeschnittenen Online-Check, der Familien bei der Ermittlung der Berechtigung für eine Förderung unterstützt. Dieser wird in Kürze zur Verfügung stehen.

Wie können Familien ihren Kindergeld-Bezug nachweisen?

Entweder durch Vorlage des Bescheids der Familienkasse für das mitreisende Kind oder die mitreisenden Kinder oder durch einen aktuellen Kontoauszug, der die letzte Kindergeldzahlung aufführt.

Alleinstehende mit minderjährigen Kindern, die das Kindergeld selbst nicht beziehen, legen den Unterhaltsbescheid oder eine Erklärung des Kindergeldbescheides des kindergeldbeziehenden Elternteils vor (in Kopie).

Empfohlen wird außerdem ein Nachweis zum Alter von minderjährigen Kindern ab 16 Jahren, zum Beispiel über den Personalausweis oder die Geburtsurkunde (in Kopie).

Welche Nachweise zur Schwerbehinderung sind notwendig?

Der Nachweis ist als Kopie des Schwerbehindertenausweises des mitreisenden Kindes oder des Elternteils zu erbringen. Erforderlich ist mindestens eine Bestätigung der Behörde oder ein Bescheid über die Feststellung der Behinderung mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50.

Wie hoch darf das Einkommen der Familien sein?

Die Einkommens- und Vermögensgrenze ist in Paragraph 53 Nr. 2 Abgabenordnung geregelt. Danach darf eine gewisse Bruttoeinkommensgrenze nicht überschritten werden. Zur Ermittlung des Einkommens und damit zur Prüfung der Berechtigung wird den Familien ein Formular zur Verfügung gestellt. In diesem Formular beantworten die Familien Fragen zu ihrem Einkommen und belegen diese mit entsprechenden Unterlagen. Das Formular und die Nachweise (in Kopie) werden der Familienerholungseinrichtung übermittelt, in der die Familie ihren Aufenthalt buchen möchten.

Das auszufüllende Formular erhalten Sie von der Familienerholungseinrichtung. Sie finden es zudem hier

Bei der Berechnung der Einkommensgrenze sind sämtliche Einkommensarten aller im Haushalt lebenden Personen zu berücksichtigen (also auch der Personen, die gegebenenfalls nicht mit in die vergünstigte Ferienzeit fahren).

Zum Beispiel:

  • Einkommen aus selbstständiger Arbeit
  • Einkommen aus nicht selbstständiger Arbeit
  • Kindergeld
  • Elterngeld
  • Rentenbezüge
  • Arbeitslosengeld I
  • Einkommen aus einem Mini-Job
  • Einkommen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAFÖG)
  • Azubi-Gehalt
  • Krankengeld
  • Kurzarbeitergeld
  • Empfangener Unterhalt
  • Kapitalerträge
  • Mieteinnahmen

Familien, die Sozialleistungen beziehen (Wohngeld, Kinderzuschlag, Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II wie Arbeitslosengeld II, Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch XII wie Grundsicherung bei Erwerbsminderung) müssen nur die Bescheide als Nachweise über den Bezug dieser Leistungen vorlegen (in Kopie). Das Einkommen muss darüber hinaus nicht ermittelt werden.

Welches Einkommen ist entscheidend?

Es wird das Einkommen aller Personen eines Haushalts (der Bedarfsgemeinschaft) zugrunde gelegt und muss entsprechend angegeben werden. Das gilt auch, wenn nicht alle Haushaltsmitglieder mitreisen. Das heißt, wenn nur ein Elternteil mit den Kindern anreist, wird auch das Einkommen des anderen in dem Haushalt lebenden Elternteils zugrunde gelegt. Es zählt auch das Einkommen von mitreisenden Partnerinnen oder Partnern, die nicht mit dem anderen Elternteil zusammenwohnen, sich aber zum Beispiel die Ferienwohnung teilen.

Welche Nachweise sind notwendig, wenn Familien Sozialleistungen beziehen?

Beziehen Familien Sozialleistungen sind die entsprechenden aktuellen Bescheide als Nachweise über den Bezug dieser Leistungen zu erbringen und der Unterkunft in Kopie vorzulegen. Alternativ kann eine Bestätigung des Sozialleistungsträgers vorgelegt werden.

Dazu gehören:

  • Wohngeld nach dem Wohnungsgeldgesetz, 
  • Kinderzuschlag nach § 6a Bundeskindergeldgesetz,
  • Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch, zum Beispiel Arbeitslosengeld II 
  • Leistungen nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch, zum Beispiel Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung bei Erwerbsminderung
  • ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt nach Paragraph 27a Bundesversorgungsgesetz

Welche Nachweise sind notwendig, wenn Familien keine Sozialleistungen beziehen?

Wenn Familien keine Sozialleistungen beziehen, ist die Höhe des Familieneinkommens zu ermitteln und folgende Nachweise sind zu erbringen:

  • Nicht-selbstständige Arbeit: Vorlage des Steuerbescheids aus dem Vorjahr oder Ausdruck der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung des Arbeitgebers, alternativ auch die drei letzten Gehaltszettel einer nicht-selbstständigen Tätigkeit aller erwerbstätigen Haushaltsmitglieder, inklusive Minijob oder Praktika.
  • Selbstständige Arbeit: Steuerbescheid aus dem Vorjahr, Nichtveranlagungsbescheid.
  • Sonstige Einkünfte oder Bezüge: zum Beispiel Elterngeldbescheid, Rentenbescheid, Bescheid Arbeitslosengeld I, Bescheid Krankengeld etc.
  • Kapitalerträge und Einnahmen aus Vermietung/Verpachtung: Steuerbescheid aus dem Vorjahr, Jahresbescheinigung über Kapitalerträge. 
  • Bei Erhalt oder Zahlung von Unterhalt: Unterhaltsbescheid oder Kontoauszug.

Die Nachweise sind der Erholungseinrichtung in Kopie zusammen mit dem ausgefüllten und unterschriebenen Corona-Auszeit-Formular vorzulegen.

Zusätzlich darf das Vermögen der Familie eine Summe in Höhe von 15.500 Euro pro Familienmitglied nicht übersteigen.

Ob Familien aufgrund ihrer individuellen Situation die Voraussetzungen für eine vergünstigte Familienferienzeit erfüllen, können sie über den Rechner der Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung ermitteln.

Hinweis: Der Rechner fragt nicht alle Angaben ab, die notwendig sind, um die Berechtigung zu prüfen. Er dient daher nur als erste Orientierung. Für den vergünstigten Familienurlaub spielen das Alter (75. Lebensjahr) und die Erholungsbedürftigkeit keine Rolle (bitte hier "Nein" anklicken).

Das Bundesfamilienministerium entwickelt derzeit einen genau zugeschnittenen Online-Check, der Familien bei der Ermittlung der Berechtigung für eine Förderung unterstützt. Dieser wird in Kürze zur Verfügung stehen.

Wie hoch darf das Vermögen der Familien sein?

Das Vermögen darf pro Haushaltsmitglied und gegebenenfalls pro mitreisender Partnerin oder pro mitreisendem Partner den Verkehrswert (Marktwert des Gegenstandes oder des Objekts im Finanzhandel, der bei Veräußerung erzielt wird) von 15.500 Euro nicht überschreiten. Das heißt: bei einer vierköpfigen Familie kann das Vermögen 62.000 Euro betragen.

Zum Vermögen gehören 

  • Haus- und Grundbesitz (ein angemessenes Hausgrundstück im Sinne des Paragraph 90 Absatz 2 Nummer 8, Zwölftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII) bleibt außer Betracht), 
  • Bank- und Sparguthaben, 
  • Aktien und festverzinsliche Wertpapiere, 
  • Bausparverträge, 
  • Lebensversicherungen 
  • weiteres Vermögen.

Von wem erhalten Familien die Rechnung? Muss eine Anzahlung geleistet werden?

Die Familienerholungseinrichtung erstellt eine Rechnung, aus der der Eigenanteil, den die Familie für ihren Aufenthalt zahlt, hervorgeht. Den Eigenanteil bezahlt die Familie direkt an die Unterkunft. Zeitpunkt und Höhe einer möglichen Anzahlung sind von Unterkunft zu Unterkunft unterschiedlich. Diese können direkt dort bei der Angebotserstellung oder Buchungsvereinbarung angefragt werden.

Was passiert, wenn Familien ihre Reise stornieren müssen?

Wenn eine Familie einen gebuchten Aufenthalt absagt, wird je nach Zeitpunkt der Stornierung die geleistete Anzahlung oder der zu leistende Eigenanteil der Familien herangezogen, um unvermeidbare Stornierungskosten zu decken.

Information und Beratung

An wen können sich Familien wenden, wenn sie Fragen haben? 

Wer Fragen rund um die Maßnahme "Corona-Auszeit für Familien" hat, kann sich an die gebührenfreie Beratungs-Hotline des Verbands der Kolpinghäuser e.V. wenden.

Die Telefonnummer lautet: 0800 866 11 59. Sie ist zu folgenden Zeiten erreichbar:

  • Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag: 09:00 bis 13:00 Uhr und 14:00 bis 19:00 Uhr 
  • Mittwoch: 09:00 bis 13:00 Uhr und 14:00 bis 17:00 Uhr
  • Samstag: 10:00 bis 15:00 Uhr

Familien können sich auch per E-Mail an den Verband der Kolpinghäuser e.V. wenden.

Sie können sich auch direkt an die Familienerholungseinrichtung wenden, in der sie ihren Familienurlaub buchen möchten. Eine Übersicht der Häuser, in der Familien die vergünstigte Familienferienzeit buchen können, finden Sie hier.

Können Familien vorab prüfen, ob sie die Voraussetzungen erfüllen, die vergünstigte Familienferienzeit in Anspruch zu nehmen? 

Wer wissen will, ob die eigene Familie die Voraussetzungen für eine geförderte Familienferienzeit erfüllt, kann dafür derzeit den Rechner der Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung nutzen.

Hinweis: Der Rechner fragt nicht alle Angaben ab, die notwendig sind, um die Berechtigung zu prüfen. Er dient daher nur als erste Orientierung. Für den vergünstigten Familienurlaub spielen das Alter (75. Lebensjahr) und die Erholungsbedürftigkeit keine Rolle (bitte hier "Nein" anklicken).

Das Bundesfamilienministerium entwickelt derzeit einen genau zugeschnittenen Online-Check, der Familien bei der Ermittlung der Berechtigung unterstützt. Dieser wird in Kürze zur Verfügung stehen.