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Finanzielle Hilfen und Unterstützung für Familien in der Corona-Zeit

In der weltweiten Corona-Krise sind wir alle gefragt - jede und jeder muss mithelfen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Dabei ist es wichtig, gut aufeinander Acht zu geben, sich gegenseitig zu unterstützen und weiterhin die Abstandsregeln und Hygienevorschriften einzuhalten. Familien, ältere Menschen, Engagierte, Kinder, Schwangere - alle stellt das Coronavirus vor ganz individuelle Herausforderungen.

Die Bundesregierung steht in dieser Situation eng an Ihrer Seite und will mit dem umfangreichen Konjunkturprogramm und Zukunftspaket auch Familien und Alleinerziehende unterstützen. Die Maßnahmen sollen helfen, die Krise gut zu bewältigen und Impulse der Belebung zu setzen. Darüber hinaus sollen mit der Corona-Warn-App Infektionsketten besser nachverfolgt und die Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2 oder COVID-19-Virus) begrenzt werden.

Diese Übersicht bietet wichtige Informationen über staatliche Unterstützungsmöglichkeiten für Familien von unterschiedlichen Ministerien und mit unterschiedlichen Zuständigkeiten - sie wird fortlaufend aktualisiert.

Der neue Covid-19-Chatbot der Bundesverwaltung informiert Sie ebenfalls zu Corona-Themen und ist nun auch über das Familienportal erreichbar. Sie können den Chatbot am rechten Bildschirmrand aufrufen.

Der Chatbot C-19 gibt Auskunft zu allgemeinen Fragen zum Coronavirus, finanziellen Hilfen, Unterstützungsleistungen, Informationen für junge Menschen und ältere Menschen, Reisen und weiteren Themen. Der Chatbot lernt aus Ihren Fragen und erweitert seine Wissensbasis zu Corona stetig. Hier finden Sie weitere Informationen zum Covid-19-Chatbot

Die Elterngeldregelungen sollen für betroffene Familien zeitlich befristet angepasst werden, um sie in der aktuellen Lebenslage weiterhin effektiv mit dem Elterngeld unterstützen zu können. Das Familienministerium strebt an, die Anpassungen so zügig wie möglich durch das Kabinett und das parlamentarische Verfahren zu bringen.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den geplanten Anpassungen beim Elterngeld anlässlich der Corona-Pandemie.

Wenn Sie wegen der vorübergehend geschlossenen Kitas und Schulen nicht arbeiten können und einen Verdienstausfall haben, weil Sie Ihr Kind bis 12 Jahre selbst betreuen müssen, können Sie eine Entschädigungszahlung bekommen. Für Kinder mit Behinderung, die auf Hilfe angewiesen sind, gibt es keine Altersgrenze.

Diese Entschädigung soll Sie gegen übermäßige Einkommenseinbußen absichern und ist im Infektionsschutzgesetz geregelt (§ 56 Abs. 1a IfSG). Viele Eltern, deren Kinder noch keinen Anspruch auf Notbetreuung in Kita oder Schule haben, stehen vor existenziellen Herausforderungen: sie müssen die Betreuung ihrer Kinder sicherstellen und mit ihrer eigenen Erwerbstätigkeit vereinbaren.

Sie können die Entschädigung von 67 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens (maximal 2.016 Euro für einen vollen Monat) für bis zu zehn Wochen erhalten. Wenn Sie alleinerziehend sind, bis zu 20 Wochen. Der Maximalzeitraum muss nicht am Stück genommen, sondern kann tageweise aufgeteilt werden. So können Eltern, deren Kinder nur tageweise in Kita oder Schule betreut werden, die Zahlung über einen längeren Zeitraum beziehen. Die Gesetzesregelung über die Entschädigung gilt bis zum Jahresende 2020. Die Auszahlung übernimmt Ihr Arbeitgeber in den ersten sechs Wochen.

Zuständig für die Durchführung der Regelung sind die Länder, verbindliche Auskünfte zur konkreten Handhabung durch die zuständigen Behörden können nur dort eingeholt werden. 

Hier finden Sie Informationen zum Antrag auf Entschädigungen bei Quarantäne, Tätigkeitsverbot oder Schul- und Kitaschließungen

Weitere Fragen und Antworten zum Entschädigungsanspruch für Eltern bei Verdienstausfall und andere arbeitsrechtliche Fragen zum Coronavirus wie Kurzarbeit gibt es auf der Website des Bundesministeriums für Gesundheit.

Es gibt auch die Möglichkeit zur Lohnfortzahlung. Diese ist jedoch auf wenige, in der Regel zwei bis drei Tage, begrenzt. Voraussetzung ist, dass es keine anderen Möglichkeiten der Kinderbetreuung gibt, zum Beispiel Ehepartner oder andere Eltern in der Nachbarschaft.

Falls es im Falle zwingend notwendiger Kinderbetreuung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu Lohneinbußen kommt, gibt es daher die Möglichkeit des Lohnersatzes.

Einige Bundesländer und Kommunen haben bereits erklärt, für die Dauer der Schließungen Kostenbeiträge teilweise oder sogar vollständig zu erstatten. Hierfür sind die Länder und Kommunen zuständig. Mehr Informationen erhalten Sie beim Familien-Landesministerium Ihres Bundeslandes.

Während einer Kurzarbeit verringert ein Unternehmen vorübergehend die Arbeitszeit seiner Beschäftigten. Manche Arbeitgeber können diese Maßnahmen aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus treffen. In dem Fall können betroffene Beschäftigte Kurzarbeitergeld erhalten. Diese Leistung muss der Arbeitgeber beantragen. Das Kurzarbeitergeld fällt für Familien höher aus als für Kinderlose.

Rückwirkend zum 1. März 2020 wurde der Zugang zum Kurzarbeitergeld vereinfacht, um Arbeitsplätze zu sichern. Es reicht, wenn 10 Prozent der Beschäftigten eines Betriebes von Arbeitsausfall betroffen sind, damit ein Unternehmen Kurzarbeit beantragen kann. Bisher waren es ein Drittel der Beschäftigten. Auch werden die Sozialversicherungsbeiträge nun vollständig von der Bundesagentur für Arbeit erstattet.

Weitere arbeitsrechtliche Fragen zum Coronavirus wie Kurzarbeit gibt es auf der Website des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Mehr Informationen finden Sie auf der Website der Bundesagentur für Arbeit.

Während der Kurzarbeit können schwangere und stillende Frauen mit Beschäftigungsverbot die vollen Mutterschaftsleistungen erhalten. Dafür haben das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales das

Diese Informationen sollen vor allem Arbeitgebern eine Orientierung zu dem Verhältnis von Mutterschaftsleistungen und Kurzarbeit geben.

Für die rechtsverbindliche Entscheidung über die Gewährung von Kurzarbeitergeld ist die Bundesagentur für Arbeit zuständig. Die Erstattungsstellen für die Mutterschaftsleistungen sind die gesetzlichen Krankenkassen und das Bundesamt für Soziale Sicherung.

Weitere Informationen zum Mutterschutz im Hinblick auf die Covid19-Pandemie finden Sie in dem Informationspapier zu Mutterschutz und SARS-COV-2 auf der Internetseite der Geschäftsstelle des Ausschusses für Mutterschutz.

Die Jobcenter und die Bundesagentur für Arbeit bleiben wegen der Corona-Krise vorerst überwiegend geschlossen. Deshalb finden Kundenkontakte in angepasster Form und auf unterschiedlichen Kommunikationswegen wie eServices, E-Mail, schriftlich und telefonisch statt. Über den eService der Arbeitsagentur können Sie zum Beispiel den Antrag auf Arbeitslosengeld online ausfüllen oder das Antragsformular für das Arbeitslosengeld II herunterladen. Kundinnen und Kunden sollten nur nach Aufforderung persönlich in die Arbeitsagentur oder ins Jobcenter kommen. Sie werden schriftlich darüber informiert, in welcher Form Ihr Termin erfolgt.

Um die Menschen davor zu bewahren, in eine existenzielle Notlage zu geraten, wird der Zugang zur Grundsicherung vereinfacht. Wer zwischen dem 1. März und dem 31. Dezember 2020 einen Antrag auf Leistungen der Grundsicherung stellt und erklärt, über kein erhebliches Vermögen zu verfügen, darf Erspartes behalten. Außerdem werden die Ausgaben für Wohnung und Heizung in den ersten sechs Monaten des Leistungsbezugs in tatsächlicher Höhe anerkannt. Niemand soll wegen zu hoher Ausgaben für Wohnen jetzt umziehen müssen.

Zudem wird das Arbeitslosengeld für diejenigen einmalig um drei Monate verlängert, deren Anspruch zwischen dem 1. Mai und dem 31. Dezember 2020 enden würde. Das Arbeitslosengeld wird für Personen, die von der Gesetzesänderung betroffen sind, automatisch verlängert. Betroffene müssen sich nicht nochmal bei der Agentur für Arbeit melden.

Diese Ausnahmeregelungen sind Teil des Sozialschutz-Pakets. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Antworten auf alle wichtigen Fragen rund um das Thema Grundsicherung durch Arbeitslosengeld II finden Sie auf der Website der Bundesagentur für Arbeit.

Wenn Sie Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) bekommen, sollen Sie keine finanziellen Nachteile erleiden, wenn Ihre Ausbildungsstätte wegen der COVID 19 Pandemie vorübergehend geschlossen oder der Semesterbeginn verschoben wird. BAföG wird bis auf Weiteres weiter gewährt. Hier finden Sie weitere Informationen für BAföG-Geförderte. Auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung beantwortet Fragen zu Ausbildungsförderung und Corona-Krise. 

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) informiert zum Thema Coronavirus und Ausbildung. Fragen zu Ihrer konkreten regionalen Situation beantwortet Ihre IHK vor Ort.

Natürlich gelten auch jetzt die Angebote für Menschen in Krisensituationen:

Hier finden Sie weitere Krisentelefone und Anlaufstellen in Notlagen.

Informationen für Schwangere und Eltern von Säuglingen, zu häuslicher Quarantäne, zur Nachbarschaftshilfe und weitere Tipps für Eltern finden Sie unter Informationen für den Alltag zum Umgang mit dem Coronavirus und auf dem Internetportal des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen: Hilfe und Beratung für Schwangere und Eltern mit Kindern bis 3 Jahre: Elternsein.info.

Damit zu Hause keine Langeweile aufkommt, gibt es hier einige Tipps für Kinder in der Corona-Zeit.

Tagesaktuelle Informationen zum Coronavirus finden Sie beim Bundesministerium für Gesundheit.

Auf Zusammengegencorona.de des Bundesgesundheitsministeriums finden Sie verlässliche Antworten und konkrete Informationen, wie Sie sich schützen und anderen helfen können, unter anderem auch spezielle Informationen für den Alltag und Familien.

Wenden Sie sich telefonisch an Ihren Hausarzt oder wählen Sie die 116117 - die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes, wenn Sie denken, Sie könnten sich mit dem Coronavirus infiziert haben. 

Wichtig: Gehen Sie nicht unangekündigt in eine Arztpraxis oder Apotheke, so schützen Sie Ihre Mitmenschen im Falle einer Infektion.

Weitere bundesweite Hotlines und Kontaktdaten zum Thema:

  • Unabhängige Patientenberatung Deutschland - 0800 011 77 22
  • Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon) - 030 346 465 100
  • Allgemeine Erstinformation und Kontaktvermittlung - Behördennummer 115
  • www.115.de

Der Bürgerservice des Bundesministeriums für Gesundheit bietet einen Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte:

Videos zum Coronavirus in Gebärdensprachen finden Sie auf dem Youtube-Kanal des BMG.

Hier finden Sie Informationen zum Coronavirus in Leichter Sprache.