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Was ist der Notfall-KiZ?

Familien, die wegen der Corona-Krise Einkommenseinbußen erleiden, und jetzt (nur noch) ein kleines Einkommen erzielen, sollen besser unterstützt werden. Familien können ab dem 1. April 2020 den Kinderzuschlag als Notfall-KiZ leichter beantragen.

Der Kinderzuschlag (kurz: KiZ) steht Familien mit kleinem Einkommen als Unterstützung in Höhe von maximal 185 Euro pro Monat und Kind zu, zusätzlich zum Kindergeld. Dieses zusätzliche Geld soll zusammen mit dem Kindergeld den Bedarf eines Kindes decken. Ein weiterer Vorteil des KiZ: Wer die staatliche finanzielle Unterstützung erhält, hat einen Anspruch auf Leistungen für Bildung und Teilhabe und ist von Kitagebühren befreit.

Die Prüfung des regulären Anspruchs auf KiZ erfolgt anhand des Einkommens aus den letzten 6 Monaten vor Antragstellung. Der KiZ wird dann für 6 Monate bewilligt.

Erklärfilm: Kinderzuschlag mit Anpassungen an die Corona-Zeit

Den KiZ gibt es schon länger. Im Rahmen der Corona-Krise wird der KiZ vorübergehend zu einem „Notfall-KiZ“. Er soll insbesondere Familien helfen, die kurzfristig ein geringeres Einkommen haben und deswegen Unterstützung benötigen.

Mit dem Notfall-KiZ werden auch Selbständige oder Eltern erreicht, die noch keine 12 Monate sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren und deswegen keinen Zugang zu Kurzarbeitergeld oder Arbeitslosengeld haben.

Berechnungsgrundlage für den KiZ ist bislang das durchschnittliche Einkommen der vergangenen 6 Monate. Beim Notfall-KiZ erfolgt die Berechnung vorübergehend anhand des Elterneinkommens aus dem letzten Monat vor Antragstellung. Bei Antragstellung im April 2020 ist also zum Beispiel das Einkommen aus März 2020 relevant.

Durch diese zeitlich befristete Umgestaltung kann der KiZ die aktuelle krisenbedingte Lebenslage von Familien, die in den Einkommensbereich der Leistung fallen, besser erfassen.