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Ich habe Einkünfte aus einer selbstständigen und aus einer nicht-selbstständigen Tätigkeit. Werden die Einkünfte aus beiden Tätigkeiten für mein Elterngeld berücksichtigt?

Hatten Sie vor der Geburt Ihres Kindes sowohl Einkünfte aus einer selbstständigen Tätigkeit als auch Einkünfte aus einer nicht-selbstständigen Tätigkeit (sogenannte "Mischeinkünfte"), dann werden bei der Berechnung des Elterngelds die Einkünfte aus beiden Tätigkeiten berücksichtigt.

Bei der Bemessung von Elterngeld macht es einen Unterschied, ob Sie selbständig oder nicht-selbständig sind oder Mischeinkünfte haben. Denn für die Frage wie hoch Ihr Einkommen vor der Geburt war, kommt es für Selbständige und Nicht-Selbständige auf unterschiedliche Zeitraume an. Hatten Sie Einkommen sowohl aus einer selbstständigen Tätigkeit als auch aus einer nicht-selbstständigen Tätigkeit, gelten Sie für das Elterngeld selbständig.

Wenn Sie selbstständig waren, wird das Einkommen berücksichtigt, das Sie im letzten abgeschlossenen Veranlagungszeitraum vor der Geburt Ihres Kindes hatten. Der Veranlagungszeitraum ist der Zeitraum, für den Sie Ihre Steuererklärung machen. Meistens ist das ein Kalenderjahr.
Sie gelten als selbstständig, wenn Sie in den folgenden Zeiträumen Einkommen aus einer selbstständigen Tätigkeit hatten:

  • innerhalb der letzten 12 Kalendermonate vor dem Monat der Geburt Ihres Kindes oder
  • innerhalb des letzten abgeschlossenen Veranlagungszeitraums vor der Geburt Ihres Kindes; meistens ist das das letzte Kalenderjahr vor der Geburt.

Sie gelten also zum Beispiel auch dann als selbstständig,

  • wenn Sie einen freiberuflichen Nebenberuf ausüben oder
  • wenn Sie eine Photovoltaik-Anlage betreiben und daraus Einnahmen haben.

Bei der Berechnung des Elterngelds werden von Ihrem Brutto-Einkommen vor der Geburt in einem vereinfachten Verfahren Steuern und Sozialabgaben abgezogen.