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Welche Möglichkeiten habe ich später, Informationen über mein Kind zu bekommen oder sogar eine Beziehung zu ihm zu pflegen?

Ob und wie intensiv ein Kontakt zwischen den leiblichen Eltern, vor allem den Müttern, und dem Adoptivkind bestehen kann, hängt stark von der Art der Adoption ab. Bei der sogenannten Inkognito-Adoption haben Sie keinen Kontakt zum Kind und den Adoptiveltern, können aber Briefe, Bilder oder Ähnliches für das Kind in der Vermittlungsakte hinterlegen. Das ist zurzeit in Deutschland der gesetzliche Regelfall.

Es gibt aber auch die Möglichkeit einer halboffenen oder einer offenen Adoption, wenn die Adoptiveltern zustimmen. Bei einer halboffenen Adoption können Sie bei der Adoptionsvermittlungsstelle Bilder und Briefe der Adoptivfamilie zur Entwicklung Ihres Kindes einsehen.

Haben Sie und die Adoptiveltern eine offene Adoption verabredet, lernen Sie die Adoptivfamilie unter Begleitung der Adoptionsvermittlungsstelle kennen und können den Kontakt zu Ihrem Kind aufrecht halten. Ergebnisse aus der Forschung zeigen, dass eine halboffene oder offene Adoption besonders für das Kind Vorteile haben kann, aber auch für Sie und für die Adoptiveltern. Dem Kind hilft es in seiner Entwicklung, wenn es Informationen über seine Herkunft hat oder wenn es seine leibliche Mutter, vielleicht auch seinen leiblichen Vater, sogar kennenlernen kann. Denn viele Adoptivkinder möchten wissen, wo ihre Wurzeln liegen. Und sie wollen verstehen, warum sich ihre leiblichen Eltern, vor allem die Mütter, für den Weg der Adoption entschieden haben.

Die Adoptionsvermittlungsstelle berät Sie zu den unterschiedlichen Adoptionsformen und kann zwischen Ihnen und den Adoptiveltern vermitteln.