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Wie kann ein Adoptivkind erfahren, wer seine leiblichen Eltern sind?

Jedes Adoptivkind hat das Recht, zu erfahren, woher es kommt und wie die Umstände seiner Herkunft sind. Ab dem 16. Lebensjahr besitzt es ein eigenständiges Recht darauf, die Vermittlungsunterlagen einzusehen. Die Zustimmung der Adoptiveltern ist dann nicht mehr erforderlich. Auch die Adoptiveltern dürfen bis zur Volljährigkeit des Kindes die Akten einsehen. Die Adoptionsvermittlungsstelle begleitet die Akteneinsicht in jedem Fall. Zugänglich sind die Informationen zur Herkunft und Lebensgeschichte der oder des Adoptierten. Das bedeutet, dass man nicht die gesamte Akte lesen darf. Die Akten über Adoptionsvermittlungen werden ab der Geburt des Kindes 100 Jahre aufbewahrt. Sie liegen bei dem Jugendamt, das die Adoption vermittelt hat. Auch bei der Suche nach den leiblichen Eltern werden Adoptierte und Adoptivfamilien von Fachkräften der Adoptionsvermittlungsstelle begleitet.

Wo die Akten geführt worden sind, erfährt man über die zentrale Datenbank der Bundeszentralstelle für Auslandsadoptionen.

Dies gilt jedoch nur für internationale Adoptionsvermittlungsverfahren, die von einer anerkannten Vermittlungsstelle für Auslandsadoptionen begleitet und nach dem 19. November 2002 abgeschlossen wurden.