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Welchen Nachnamen bekommt mein Kind bei der Geburt?

Wenn Sie verheiratet sind, bekommt Ihr Kind mit der Geburt automatisch Ihren gemeinsamen Familiennamen (Ehenamen). Ein Begleitname kann nicht Geburtsname des Kindes werden.

  • Der Vater heißt: Frank Müller
  • Die Mutter heißt: Sabine Müller-Schneider
  • Das Kind erhält in unserem Beispiel den gemeinsamen Familiennamen "Müller". Der Begleitname der Mutter - "Schneider" - wird nicht zum Familiennamen des Kindes.

Sie können auch gemeinsam das Sorgerecht für Ihr Kind haben, ohne den gleichen Familiennamen zu tragen. Sie entscheiden dann gemeinsam, ob Ihr Kind den Familiennamen der Mutter oder den Familiennamen des Vaters erhalten soll. Diese Entscheidung gilt dann auch für den Familiennamen von möglichen weiteren Kindern.

Können Sie sich nicht einigen, überträgt das Familiengericht die Entscheidung einem der beiden Elternteile. Ein aus den Familiennamen beider Elternteile zusammengesetzter Doppelname ist nicht möglich.

Wenn Sie das alleinige Sorgerecht innehaben, erhält Ihr Kind automatisch Ihren Familiennamen. Sie können sich jedoch auch gemeinsam für den Namen des anderen, nicht sorgeberechtigten Elternteils entscheiden. Ist Ihr Kind älter als 5 Jahre, muss auch Ihr Kind der Namensänderung zustimmen.

Wenn Sie nach der Geburt die gemeinsame Sorge für ihr Kind übernehmen, können Sie innerhalb von drei Monaten den Familiennamen des Kindes neu bestimmen. Das kann der Name des Vaters oder der Mutter sein. Ist Ihr Kind älter als 5 Jahre, muss auch das Kind der Namensänderung zustimmen. Bestimmen Sie Ihren gemeinsamen Ehenamen nach der Geburt, so gilt dieser auch für das Kind.

Die Änderung von Namen ist in Deutschland nur in Ausnahmefällen möglich. Anlässe für Namensänderungen sind zum Beispiel die Eheschließung oder die Scheidung.

Das deutsche Namensrecht ist in verschiedenen Gesetzen geregelt. Zum Beispiel im Bürgerlichen Gesetzbuch, im Personenstandsgesetz und im Gesetz über die Änderung von Familiennamen und Vornamen (NamÄndG).