Nationale Weiterbildungsstrategie

Überblick zur NWS

  • In der Nationalen Weiterbildungsstrategie (NWS) arbeiten Bund, Länder, Sozialpartner, Wirtschaftsorganisationen und die Bundesagentur für Arbeit (BA) seit 2019 strategisch zusammen, um die Weiterbildung in Deutschland zu stärken.
  • Die NWS will die Weiterbildungsbeteiligung deutlich erhöhen. Ihre Partner unterstützen das Ziel der Bundesregierung, im Rahmen der EU-2030-Strategie die Weiterbildungsbeteiligung bis 2030 auf 65 Prozent zu steigern.
  • Auf der zweiten Nationalen Weiterbildungskonferenz (NWK) am 27. November 2025 wurde mit der Vorstellung des Fortsetzungspapiers "Weiterbildung 2030 - Chancen eröffnen, Qualifizierung stärken, Zukunft sichern!" der Startschuss für die dritte Phase der NWS gegeben.
  • Im Mittelpunkt der dritten Phase der NWS stehen drei Ziele: Qualifizierung von Menschen ohne Berufsabschluss, Weiterbildung im Strukturwandel sowie die Chancen von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz (KI).
  • Um zu diesen Zielen beizutragen, hat das Bundesbildungsministerium das Förderprogramm "Digitale Kompetenzen geringqualifizierter Beschäftigter im Arbeitsprozess stärken" (DiKAp) aufgelegt. Das Programm trägt dazu bei, digitale Ungleichheiten in der Arbeitswelt abzubauen und die Beschäftigungsfähigkeit im Strukturwandel zu sichern. Gefördert werden innovative, integrierte Ansätze, die geringqualifizierte Beschäftigte beim Aufbau arbeitsmarktrelevanter digitaler Kompetenzen unterstützen.

Hintergrundinformationen zur NWS

Mehrere Hände berühren sich in der Mitte eines Kreises und symbolisieren Verbundenheit
© Adobe Stock / Nicolas Micolani

Das Bundesbildungsministerium und das Bundesarbeitsministerium teilen sich die Federführung bei der Durchführung der NWS. Der Fokus liegt auf der beruflichen Weiterbildung und ihren Schnittstellen zur allgemeinen Weiterbildung (zum Beispiel bei Grund- und Zukunftskompetenzen). Die 17 NWS-Partner betrachten in verschiedenen Arbeitsgremien Entwicklungen der beruflichen Weiterbildung aus unterschiedlichen Perspektiven und identifizieren frühzeitig aktuelle Herausforderungen. In Abstimmung entwickeln sie zukunftsorientierte Rahmenbedingungen und gezielte Förderinitiativen.

Mit dem Umsetzungsbericht von März 2025 wurde die zweite Phase der NWS abgeschlossen. Der Bericht bündelt zentrale Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit und bildet zugleich eine Grundlage für die Fortsetzung und Weiterentwicklung der Strategie.

Auf der zweiten NWK am 27. November 2025 wurde der Startschuss für die dritte Phase der NWS gegeben. Der Fokus liegt auch weiterhin auf der beruflichen Weiterbildung und ihren Schnittstellen zur allgemeinen Weiterbildung (zum Beispiel bei Grundkompetenzen). Für die kommenden Jahre haben sich die 17 Partner auf drei zentrale Ziele verständigt:

  • Menschen ohne Berufsabschluss oder ohne passfähige Qualifikationen für den Arbeitsmarkt qualifizieren
  • Unternehmen und Beschäftigte bei der Weiterbildung im Strukturwandel stärken
  • Chancen der Digitalisierung und von KI für die Weiterbildung nutzen und die Herausforderungen erfolgreich gestalten
     

Die Ziele dienen als Richtschnur für die jeweilige Arbeit der NWS-Partner. Konkretisiert werden sie durch Maßnahmen und Initiativen der beteiligten Partner.

Das Förderprogramm DiKAp

Am 22. Juli 2026 startete der Förderaufruf zum Programm "Digitale Kompetenzen geringqualifizierter Beschäftigter im Arbeitsprozess stärken" (DiKAp). Mit der Förderung von innovativen Projekten im Rahmen von DiKAp leistet das Bundesbildungsministerium einen wichtigen Beitrag zu den drei zentralen Zielen der NWS.

Entwickelt und erprobt werden praxisnahe Ansätze, die die Fähigkeiten geringqualifizierter Beschäftigter und von Beschäftigten in einfachen Tätigkeiten nachhaltig stärken. Im Fokus stehen innovative Lernkonzepte, die den Aufbau digitaler Kompetenzen direkt im Arbeitsprozess und mit Blick auf die Anforderungen des Arbeitsmarkts unterstützen. Ein begleitendes wissenschaftliches Metavorhaben dient der projektübergreifenden fachlichen Begleitung, zur Bündelung von Erkenntnissen und zur Vorbereitung eines anschließenden regionen- und branchenübergreifenden Transfers.

Weitere Informationen finden sie in der Förderrichtlinie und beim Bundesinstitut für Berufsbildung.

Konferenzen der Nationalen Weiterbildungsstrategie

Das Bundesbildungsministerium und das Bundesarbeitsministerium haben bereits zwei NWK ausgerichtet. Die Konferenzen boten eine zentrale Plattform für fachlichen Austausch und Vernetzung in der berufsbezogenen Weiterbildung und brachten die NWS-Partner mit weiteren Akteuren aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Weiterbildungspraxis zusammen.

Die dritte NWK befindet sich in Vorbereitung. Wie die vorangegangenen Konferenzen in den Jahren 2023 und 2025 soll sie Raum für den Austausch über aktuelle Herausforderungen und Zukunftsfragen der berufsbezogenen Weiterbildung bieten. Weitere Informationen werden rechtzeitig vorab veröffentlicht.

Die zweite NWK fand am 27. November 2025 im Gasometer auf dem EUREF-Campus in Berlin statt. Mehr als 500 Teilnehmende aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, den Sozialpartnern und der Weiterbildungspraxis nahmen teil. Auf der Konferenz diskutierten Bundesbildungsministerin Karin Prien und die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesbildungsministerin, Mareike Lotte Wulf, gemeinsam mit Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas sowie Spitzenvertreterinnen und -vertretern der Länder, der Sozialpartner, der Bundesagentur für Arbeit und des BIBB über die Herausforderungen und Chancen der Weiterbildung in Deutschland. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation der Nationalen Weiterbildungskonferenz 2025.

Die erste NWK fand am 14. und 15. November 2023 im Futurium in Berlin statt. Sie setzte wichtige Impulse für den fachlichen Austausch und den Dialog in der NWS. Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation der  Nationalen Weiterbildungskonferenz 2023.

Arbeitsstruktur der NWS

17 NWS-Partner

Logo der Nationalen Weiterbildungsstrategie
  • Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ)
  • Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
  • Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE)
  • Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK)
  • Kultusministerkonferenz (KMK)
  • Wirtschaftsministerkonferenz (WMK)
  • Bundesagentur für Arbeit (BA)
  • Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)
  • Industriegewerkschaft Metall (IG Metall)
  • Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)
  • Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE)
  • Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
  • Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)
  • Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK)
  • Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH)
  • Gesamtverband der Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie (Gesamtmetall)
  • Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC)

Arbeitsstruktur

Die NWS-Partner arbeiten in verschiedenen Gremien und themenspezifischen Arbeitsformaten eng zusammen. Das NWS-Gremium und der Bund-Länder-Ausschuss sichern den regelmäßigen strategischen Austausch. Von den Partnern ausgewählte Themen werden in zeitlich begrenzten Arbeitsformaten mit interessierten Mitgliedern vertieft. Externe Expertise aus Wissenschaft und Praxis erweitert auf den NWK den fachlichen Dialog.

Themen der Arbeitsformate

Die NWS bearbeitet aktuelle weiterbildungspolitische Fragestellungen in zeitlich und inhaltlich klar ausgerichteten Arbeitsformaten. Dazu zählen derzeit:

  • Alphabetisierung und Grundkompetenzen
  • Digitale Infrastrukturen in der beruflichen Weiterbildung
  • Strukturwandel und regionale Netzwerke

Weitere Arbeitsformate werden je nach Aufgabenstellung und aktuellen Schwerpunkten eingesetzt.