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Gemeinsame Wohnformen für Väter, Mütter und Kinder

Familien können durch eine schlechte Wohnsituation oder persönliche und soziale Schwierigkeiten belastet werden. Die gesetzliche Jugendhilfe ermöglicht betroffenen Eltern, die Unterstützung bei der Pflege und Erziehung ihres Kindes, die sie benötigen, gemeinsam mit dem Kind in einer geeigneten Wohnform betreut zu werden, wenn das jüngste Kind zum Zeitpunkt des Hilfebeginns unter 6 Jahren alt ist. Bei der Auswahl und Gestaltung der einzelnen Wohnform ist die Lebenslage der Familie entscheidend. Möglich sind:

  • abgeschlossene Wohneinheiten in Appartementhäusern,
  • Wohngemeinschaften,
  • Außenwohngruppen von Heimen oder
  • Betreuung rund um die Uhr.

Das Betreuungsangebot richtet sich an Eltern, die alleine für ihr unter 6 Jahre altes Kind sorgen müssen und wegen persönlicher oder sozialer Schwierigkeiten gezielt Hilfe bei der Erziehung benötigen. Auch Eltern mit älteren Kindern können dieses Beratungsangebot in Anspruch nehmen, sofern die Kinder auch allein erzogen werden. Schwangere Frauen können bereits vor der Geburt ihres Kindes in einer Wohnform betreut werden.

Die Versorgung funktioniert nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: Durch Anleitung und Beratung sollen Mütter und Väter in die Lage versetzt werden, mit ihren Kindern selbständig und eigenverantwortlich zu leben und den Alltag zu bewältigen. Zudem sollen Erziehungsberechtigte - wenn nötig - motiviert werden, eine Ausbildung zu beginnen, fortzusetzen oder eine Berufstätigkeit aufzunehmen.