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Was sind Frühe Hilfen?

Frühe Hilfen sind Angebote für Eltern ab der Schwangerschaft und Familien mit Kindern bis drei Jahre. Sie helfen Ihnen, wenn Sie in der Schwangerschaft oder nach der Geburt unsicher oder nervös sind, sich genervt oder gestresst fühlen. Die Angebote sind freiwillig und kosten kein Geld.

Die Frühen Hilfen unterstützen Sie zum Beispiel in diesen Situationen:

  • Sie fühlen sich oft erschöpft im Alltag mit ihrem Kind.
  • Sie fragen sich, ob Sie sich ausreichend um Ihr Kind kümmern können.
  • Es gibt Streit mit Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner.
  • Sie sind alleinerziehend und fühlen sich mit Ihrem Kind alleingelassen.
  • Ihr Baby schreit viel, Ihre Nerven liegen blank und Sie wissen nicht mehr weiter.

Die Frühen Hilfen umfassen verschiedene Angebote. Das kann die Begleitung und Unterstützung sein durch

Informationen über Angebote der Frühen Hilfen finden Sie unter elternsein.info.
Hier gibt es auch eine Orts- und Postleitzahlensuche für Anlaufstellen der Frühen Hilfen in Ihrer Nähe.

Unter der Nummer gegen Kummer und bei der bke-Onlineberatung für Eltern (Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e. V.) können sich Schwangere und Eltern mit Kindern von 0 bis 3 Jahren zu den Frühen Hilfen und über Angebote vor Ort informieren.

Beide Beratungsangebote sind bundesweit anonym, kostenlos und vertraulich.

Das Elterntelefon der Nummer gegen Kummer ist unter der Nummer 0800 – 111 0 550 erreichbar:

  • Montag bis Freitag von 9 bis 11 Uhr
  • Dienstags und Donnerstag von 17 bis 19 Uhr

Die bke-Onlineberatung für Eltern kann per E-Mail, über einen Einzelchat oder Gruppenchat kontaktiert werden. Das Forum steht allen Eltern rund um die Uhr offen.

Sie können darüber hinaus bei ihrem Frauenarzt, Kinderarzt, in ihrer Geburtsklinik, beim Jugendamt oder in einer Schwangerschaftsberatungsstelle nach Angeboten der Frühen Hilfen fragen.

Die Angebote der Frühen Hilfen unterscheiden sich je nach Wohnort. Es gibt zum Beispiel folgende Angebote:

Lotsinnen und Lotsen arbeiten in Geburtskliniken oder besuchen Sie und Ihr Baby nach der Geburt zu Hause. In einem Gespräch informieren die Lotsinnen und Lotsen über Unterstützungsmöglichkeiten für Familien. Sie helfen Ihnen zum Beispiel einen Eltern-Kind-Treff in Ihrer Nähe zu finden oder Unterlagen wie den Elterngeldantrag auszufüllen. Auch bei vielen weiteren Fragen sind sie gute Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner.

Familienhebammen und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -pfleger (FGKiKP) begleiten Sie und Ihre Familie bis zum ersten Geburtstag Ihres Babys. Sie kümmern sich nach der Geburt Ihres Kindes um eine gute Versorgung von Ihnen und Ihrem Baby und helfen bei Fragen, Sorgen und Ängsten.

Familienpatinnen kommen zu Ihnen zum Spielen mit dem Kind, zum Spazierengehen oder begleiten Sie zu Arztbesuchen mit dem Baby oder Kind. Sie helfen Ihnen im Alltag mit Baby oder Kleinkind und entlasten Sie. Familienpatinnen sind ehrenamtlich für Sie und Ihre Familie da.

Nach der Geburt Ihres Kindes wird Ihnen ein „Willkommensbesuch“ angeboten. Eine ehrenamtliche Helferin oder ein Helfer, eine Familienhebamme oder FGKiKP oder eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter des Jugendamtes besucht Sie zu Hause. Sie werden über Angebote für junge Familien in Ihrer Nähe informiert, zum Beispiel auch über die Kitaplatzsuche. Sie haben die Möglichkeit, Fragen zu allen Themen rund um das Thema Familie zu stellen.

Mit Beginn einer Schwangerschaft können oft Fragen und Unsicherheiten aufkommen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Schwangerschaftsberatungsstellen finden gemeinsam mit Ihnen Antworten und Lösungen. Wenn Sie schwanger sind und Fragen rund um Ihre Schwangerschaft oder zum Thema Familienplanung haben, wenden Sie sich an eine Schwangerschaftsberatungsstelle.

Viele Babys schreien in den ersten Monaten sehr viel. Viele Eltern sind dann erschöpft und fühlen sich hilflos. Wenn Ihr Baby viel schreit und sich nur schwer beruhigen lässt, können Sie sich in den Schreiambulanzen Hilfe holen.

Familien brauchen in manchen Situationen Hilfe, um gut miteinander leben zu können. Wenn es Streit in der Familie gibt, wenn Sie sich Sorgen um sich und Ihre Kinder machen oder Sie Tipps für die Erziehung Ihrer Kinder möchten, helfen Ihnen Familien- und Erziehungsberatungsstellen weiter.

Eltern-Kind-Treffs geben Ihnen und Ihrem Kind die Möglichkeit, andere junge Familien kennenzulernen, sich auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Für die Kinder gibt es Spielangebote.

Fragen und Probleme zur Familie, Erziehung und Entwicklung des Kindes können in den offenen Sprechstunden besprochen werden. Diese werden oft in Familienzentren angeboten. Hier findet man neben den Sprechstunden auch weitere Angebote für Familien.