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Entscheidungsbefugnisse: Wer darf was entscheiden?

Die Entscheidungsbefugnisse sind im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt. Im Mittelpunkt steht das Wohl Ihres Kindes.

Zunächst ist die Art der Entscheidung wichtig: Es gibt alltägliche Entscheidungen und Angelegenheiten von erheblicher Bedeutung für Ihr Kind.

Zu den alltäglichen Entscheidungen gehören zum Beispiel:

  • Schulalltag,
  • Essensfragen,
  • Bestimmung der Schlafenszeit,
  • Fernsehkonsum,
  • Umgang mit Freunden der Kinder,
  • gewöhnliche medizinische Versorgung (Kinderkrankheiten, Behandlungen bei leichteren Verletzungen, Zahnbehandlungen),
  • Taschengeld und
  • die Verwaltung kleinerer Geldgeschenke.

Zu den Angelegenheiten von erheblicher Bedeutung gehören zum Beispiel:

  • die Anmeldung in einer Kindertagesstätte oder Schule,
  • die Auswahl der Schule,
  • die Ausbildung,
  • die religiöse Erziehung,
  • das Aufenthaltsbestimmungsrecht,
  • medizinische Eingriffe mit der Gefahr von erheblichen Komplikationen (Operationen oder sonstige schwerere Erkrankungen).

Alltägliche Entscheidungen können Sie - unabhängig vom Sorgerecht - immer alleine treffen, wenn Sie Umgang mit Ihrem Kind haben. Was Sie in Angelegenheiten von erheblicher Bedeutung alleine entscheiden dürfen, hängt davon ab, ob Sie ein gemeinsames Sorgerecht für das Kind haben oder nur ein Elternteil allein das Sorgerecht hat.

Wenn ein gemeinsames Sorgerecht vorliegt, müssen Sie alle Angelegenheiten von erheblicher Bedeutung mit dem anderen Elternteil gemeinsam entscheiden.

Wenn Sie das alleinige Sorgerecht ausüben, können Sie normalerweise über alle Angelegenheiten von erheblicher Bedeutung selbst entscheiden. 

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